Dezember 2021. Fast ist das Jahr schon wieder vorbei. Und bald ist endlich wieder Weihnachten! Aber vorher haben wir noch fast einen ganzen Monat Zeit, den Start in die kalte Jahreszeit so richtig zu genießen. Hier kommt meine To-Do-Liste für den weihnachtlichsten Monat des Jahres!
Dezember 2021: 1 Monat - 10 Dinge

Dezember 2021. Es ist geschafft, möchte man sagen. Hinter uns liegt das außergewöhnlichste Jahr des Jahres (ja, das steht da wirklich). Aber vor uns der vielleicht schönste Monat, den es zu bieten hat. Nicht alles, aber vieles davon haben wir selbst in der Hand. Egal, ob Pandemien, Kälte oder unerledigte Dinge aus dem Rest des Jahres: Das wird unser Monat! Meine ganz persönliche To-Do-Liste für den Dezember 2021 ist zumindest der Versuch, ein paar Ansätze zu liefern, um dieses Jahr, wie es auch war, zu einem schönen, versöhnlichen Abschluss zu bringen. Denn das haben wir uns verdient!

1 türen öffnen

Es müssen ja nicht unbedingt die Türen am Adventskalender sein! Trotzdem liegt das natürlich nah und man soll sich ja auch einfache Ziele setzen. Nur hat mein Adventskalender dieses Jahr streng genommen gar keine Türen. Welcher Monat könnte passender sein, um diesen Ausdruck auch einmal im übertragenen Sinne zu verstehen? Manche erinnern sich zum Beispiel an schwierige Momente mit einer bestimmten Person, mit denen wir irgendwie noch nicht so recht abgeschlossen haben. Wieso nicht die Türe öffnen und es ausräumen? Oder das genaue Gegenteil: Eine Idee, die uns schon eine Weile im Kopf herum schwirrt; wir haben nur noch nicht den richtigen Moment gefunden, sie in die Tat umzusetzen. Der richtige Moment ist jetzt. Was bisher fehlte, war eher der Mut. Vielleicht haben wir ihn jetzt, öffnen diese Türe und gehen hindurch!

Und dann gibt es da noch die Türen in uns, die wir ganz bewusst öffnen, verschließen und verschlossen halten können. Türen, zu den verborgenen Orten in uns, an denen wir unsicher, vielleicht sogar ängstlich sind, aber auch an denen wir uns wohl und geborgen fühlen. Und gerade in der kalten, dunklen Jahreszeit ist es immer eine gute Idee, die Türe zu unserem inneren Zuhause zu öffnen und einfach eine Zeit lang dort zu verweilen und sich an der eigenen Seele zu wärmen.

​2 Weihnachtslieder hören

Wer mich kennt, ahnt es schon: Diese Liste wird sehr weihnachtlich. Man könnte fast sagen, eine Art Countdown auf Weihnachten. Allerdings muss auch ich erst in die richtige Stimmung kommen. Und nichts versetzt mich besser in Weihnachtsstimmung als Weihnachtslieder. Und das geht ziemlich schnell. Manchmal reicht es schon, dass die Werbung eines bekannten Brauseherstellers mitsamt dazugehörigem Weihnachtssong über den Bildschirm flimmert. Ich muss das Lied nicht einmal kennen. Keine Ahnung, ob es Glockenklang, Harfentöne oder weihnachtliche Texte sind – Weihnachtslieder vermitteln eine Atmosphäre wie es nur Weihnachtslieder können.

Dann sitze ich gedanklich unter dem Weihnachtsbaum, sehe ein paar Geschenke und eine Krippenlandschaft und atme den Duft von Zimt, Spekulatius und Tannengrün. Ja, ich kann die Plätzchen, Lebkuchen und Dominosteine förmlich schmecken. Und dennoch gibt es natürlich auch die ganz besonderen unter den Weihnachtsliedern. Dazu gehören auch die, die wir jedes Jahr mit der ganzen Familie singen. Na gut, fast jedes Jahr. Letztes Jahr war alles anders. Umso mehr freue ich mich darauf, wieder die Stimmen meiner Familie Weihnachtslieder singen zu hören. Was bei mir die Familie ist, sind bei anderen vielleicht andere wichtige Menschen. Aus dem privaten Umfeld, der Chor auf dem Weihnachtsmarkt, Helene Fischer – die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Aber wenn dann im richtigen Moment die richtige Stimme das richtige Lied anstimmt, dann ist wirklich Weihnachten.

3 Feiern

Ob Weihnachten, Chanukka, Geburtstag oder einfach, dass man feiern kann. Es gab wirklich in diesem Jahr nicht viele Anlässe zu feiern. Und auch nicht viele Möglichkeiten. Zumindest, wenn man nicht gerade im Sommer Geburtstag hat und nicht gerne Karneval feiert. Aber eine Feier muss ja nicht immer ausgelassen, ekstatisch und im Beisein und Mitwirken von zahlreichen anderen Menschen stattfinden. Eine kleine, beschauliche Runde, wohltuende Worte, lachende Gesichter. Schöne Vorstellung? Auch so kann man einfach den Moment feiern. Und wenn das in Zeiten einer Pandemie (zu) schwierig ist, weil die richtigen Menschen dafür einfach nicht am richtigen Ort sind, dann feiern wir eben einfach uns selbst. Die Erfolge, die wir in diesem Jahr erlebt haben. Herausforderungen, die wir gemeistert und die uns geformt haben. Oder einfach den Menschen, der wir sind.

4 Geschenke machen

Das muss ja nicht zu Weihnachten sein. Kann aber. Grundsätzlich freuen sich Menschen fast immer, wenn sie etwas geschenkt bekommen. Und besonders, wenn es Menschen sind, die einem viel bedeuten, macht es mir auch immer selber eine große Freude, etwas zu verschenken. Weil ich mir auch immer Gedanken darüber mache, was jemandem gefallen könnte, was jemand brauchen kann oder was einfach zu jemandem passt. Und wenn ich nicht schon auf Anhieb eine Idee habe, werfe ich einen Blick in die Liste mit Geschenkvorschlägen für Menschen, die schon alles haben. Die ist zwar schon zwei Jahre alt, funktioniert aber auch im Dezember 2021 noch.

Ein persönliches, richtiges Geschenk zu finden, ist zwar manchmal schwieriger, als ein Gutschein für Online-Handel oder Streamingdienste, aber es verfehlt seine Wirkung nicht. Bei den beschenkten Menschen und bei mir selbst. So kann es durchaus vorkommen, dass ich mich auf das Verschenken mehr freue als auf das Beschenkt-Werden. Ist das dieses „Erwachsen“? Keine Ahnung! Aber es fühlt sich gut an.

5 den sonnenuntergang genießen

Weihnachten am Strand. Das hat was, ist aber nicht das, was ich hier meine. Wie dann? Die Sonne geht doch im Winter immer so früh unter! Eben. Wenn die Tage schon so kurz sind, dann kann man deren Ende doch auch mal umso bewusster genießen. Es muss ja nicht mit Cocktail in der Hängematte sein. Aber so ein Glühwein oder Punsch, ein bisschen Weihnachtsmusik und dazu der Blick auf den kurzen, aber dadurch nicht minder schönen Sonnenuntergang. Mit etwas Glück sogar reflektiert von Schnee, der auf den Dächern, Wiesen und Bäumen liegt. Romantisch.

6 ​Das letzte Weihnachtsgeschenk besorgen

Na, wer erinnert sich? Im September (oder war es gestern?) stand an dieser Stelle der Punkt „Das erste Weihnachtsgeschenk besorgen“. Und, hat das geklappt? Wenn nicht, wird es jetzt doch so langsam einmal Zeit. Und weil es nicht so richtig Sinn der Sache ist, das erst im Januar zu erledigen, sollte das letzte Weihnachtsgeschenk idealerweise auch in diesem Monat besorgt werden.

Schon alle Geschenke für alle wichtigen Menschen zusammen? Umso besser! Dann gibt es trotzdem noch ein besonderes, letztes Geschenk. Zum Beispiel eine Spende (ja, das darf auch einfach nur Geld sein), ein paar warme Sachen oder etwas zu essen für Menschen, die weniger haben. Oder ein, wie man im Rheinland sagen würde, allerletztes Geschenk, besorgt mit der Gelassenheit und Entspannung, die man nur hat, wenn man schon alle Geschenke beisammen hat. Vielleicht auch einfach ein selbst geschriebenes (und vielleicht sogar vorgetragenes) Weihnachtsgedicht für Oma? (Endlich nochmal Kind sein!) Und wenn das alles wirklich auch schon fertig verpackt und vorbereitet ist, bleibt immer noch ein weiteres, besonderes Geschenk für einen besonderen, wichtigen Menschen. Dich selbst. Nach diesem Jahr haben wir es verdient. Ich bin sogar dafür, wieder einmal eine Tradition zu starten. Ab dem Dezember 2021 ist das letzte Weihnachtsgeschenk, das ich besorge, immer für mich selbst.

7 ​backen

Plätzchen, Stollen, Kuchen oder auch Bratäpfel – im Dezember kommt man einfach nicht um Delikatessen aus dem Backofen herum – warum sollte der Dezember 2021 da eine Ausnahme sein? Schon im ersten Türchen meines Adventskalenders stand heute: „Ich wünsche dir, dass du endlich wieder einmal Zeit findest, deine Lieblingskekse selbst zu backen.“ Na, wenn das mal kein Zeichen ist… Ja, wir alle (da dulde ich nur sehr widerwillig Widerspruch) hatten in diesem Jahr weniger Bewegung und haben uns weniger gesund ernährt als wir das sonst gewohnt waren. Zum Glück muss man ja auch nicht jeden Tag backen. 

Aber so ein Apfelstreuselkuchen nach Omas Rezept am Adventssonntag? Oder die traditionellen Weihnachtsplätzchen mit der (Wahl-)Familie? Vielleicht auch einfach mal ein ganz neues Rezept ausprobieren? Auch unter den beliebtesten Weihnachtsessen finden sich genug Möglichkeiten für den Backofen. Wie geht das in der Weihnachtsbäckerei? Schmeißt den Ofen an – und ran! Es müssen ja nicht unbedingt süße Leckereien sein, Pizza backt man schließlich auch. Da besteht auch weniger Gefahr, das Ei vorbeizuwerfen.

8 ausruhen

Ja, ja, Besinnlichkeit, innere Einkehr, gemütliches Beisammensein und so weiter; das alles sind Ausdrücke, die man im Zusammenhang mit dem Winter und insbesondere Weihnachten allzu häufig hört. Aber Hand aufs Herz – wie gut passt das eigentlich? Ich habe jedes Jahr das Gefühl, das kein Monat so schnell vorüberzieht, so voll mit Terminen ist und so stressig ist, wie der Dezember.

Überall herrscht hektische Betriebsamkeit, alles will vorbereitet sein (für Weihnachten) und abgeschlossen werden (vor dem Jahresende) und man springt nur so von einem Tag zum nächsten und von einer Aktivität zur anderen. Ehe man es sich versieht, sitzt man völlig erschlagen unter dem Weihnachtsbaum, klappert Verwandte und Freunde ab und hofft, zwischen den zahlreichen Essen noch genug Gelegenheit zum Atmen zu bekommen. Es soll ja Menschen geben, die das lieben. Schließlich kann man ja auch zwischen den Jahren ein paar Tage durchschlafen. Es soll aber auch Menschen geben, denen ein ruhiger, besinnlicher und friedvoller Wintermonat lieber ist. Und auch wenn ich nicht sicher bin, ob es wirklich klappt, im Nachhinein den Dezember 2021 derartig zu beschreiben, ein paar bewusste Momente der Ruhe müssen einfach sein. Bei geöffneter Türe den Sonnenuntergang feiern, sich selbst online noch ein Weihnachtsgeschenk bestellen, während im Ofen die Plätzchen backen und im Hintergrund Weihnachtsmusik erschallt. Zum Beispiel. Eigentlich ein perfekter Moment für ein warmes Getränk und einen entspannten Rückblick auf das Jahr…

9 ein winterliches heißgetränk genießen

So schön es auch ist, wenn überall Schnee liegt und der winterliche Tau die Landschaft zum Glitzern bringt – im Dezember ist es kalt! Heiße Getränke wärmen nicht nur (von innen), sondern liefern auch gleich dieses wohlige Wintergefühl als Bonus dazu. Denn das ist ja das, worum es eigentlich geht: Das Gefühl! Spürst du das? Die Erinnerung an Weihnachtsmärkte der vergangenen Jahre, die sich in dir ausbreitet. Das wohlige Bewusstsein, im Jetzt und Hier der gegenwärtigen Weihnacht gut aufgehoben zu sein. Und die Gewissheit für zukünftige Weihnachtsfeste: Es wird alles gut!
 
Wie? Keine Ideen für ein passendes winterliches Getränk? Zum Glück hatte ich schon 2019 ein paar Argumente für solche Situationen. (Funktionieren auch im Dezember 2021 noch, ganz sicher!) Wie? Da kann man sich nicht entscheiden? Muss man ja zum Glück auch nicht. Der Dezember hat ja noch ein paar Tage…

10 zurückblicken

Aufgepasst? Ich habe dieses Mal doch tatsächlich einen neuen 10. Punkt auf die Liste geschrieben. Nicht nur, weil immer dasselbe eben irgendwann doch langweilig wird, sondern vor allem, weil das einfach passt. Nicht nur im Dezember 2021, sondern natürlich an jedem Jahresende. Auf dieses Jahr, auf letztes Jahr, das eigene Leben und vielleicht auch einfach auf Weihnachten, wie es früher war. Aber dieses Jahr war in so vielerlei Hinsicht besonders, dass sich der Rückblick umso mehr lohnt. Nicht unbedingt, weil er nur schön ist. Das Jahr 2021 war, was mein persönliches Leben betrifft, so ereignisarm wie kein anderes, an das ich mich bewusst erinnern kann. Es war ja auch nicht viel möglich. So viel Zeit zu Hause verbracht habe ich noch nie. (Nein, auch nicht 2020, wer hätte es gedacht!?) Und auch nicht so viel Zeit mit mir selbst. Ich vermisse meine Freunde, meine Familie, mein Sozialleben, meine Hobbys und so vieles, das mir vor diesem Jahr nicht nur wichtig war, sondern auch noch immer selbstverständlich.

Zugleich war ich auch schon lange nicht mehr so sehr bei mir selbst. (Auch das muss nicht immer angenehm sein, aber es bringt einen weiter. Wirklich.) Was habe ich erreicht, was nicht? Womit bin ich glücklich, womit nicht? Und wie werde ich dieses Jahr sehen, wenn ich in ein paar Jahren darauf schaue? Vielleicht, als ein planloses Jahr, arm an Highlights, aber eben auch im positivsten Sinne ruhig. Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein Jahr Pause. Wieso ist das eigentlich so schlecht? Noch bis mindestens 2019 galt es als erstrebenswerter Luxus, ein so genanntes Sabbatjahr einzulegen. Und so war dieses Jahr vielleicht keines, dass ich irgendwann als das schönste, ereignisreichste und aufregendste meines Lebens erinnern werde. Vielleicht erinnere ich mich auch gar nicht besonders daran. Aber vielleicht ist gerade das auch besonders wichtig.

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Beitragsbild: marijana1/pixabay.de / Manuel Fuß